Trennung von einem Narzissten

Trennung von einem Narzissten

Den Menschen fällt es heute extrem schwer, ihre Freiheit aufzugeben. Sie sehnen sich zwar nach Zweisamkeit, wollen sich aber dennoch nicht eingeengt fühlen. In einer Beziehung entsteht dadurch oft das Gefühl, dem Partner nicht genug zu sein. Das führt häufig zu Krisen. Insofern hat unsere Zeit narzisstische Züge: Viele Beziehungen sind von Bindungsangst und Verlustangst geprägt. Deshalb machen zurzeit viele Menschen die Erfahrung einer Beziehung zu einem Menschen mit mehr oder weniger stark ausgeprägtem Narzissmus. Da Beziehungen mit Narzissten tendenziell toxisch sind, kommt es oft zu einer Trennung.

Die meisten Menschen mit ausgeprägtem Narzissmus sind Männer, deshalb wird in diesem Artikel generell von Narzissten gesprochen. Aber es gibt natürlich auch Narzisstinnen. Der Artikel ist also auch für Männer relevant.

Können Narzissten lieben?

Ich im Spiegelkabinett Für Narzissten ist die Eroberung wichtiger als eine stabile Partnerschaft: Sie umwerben ihre potenzielle Partnerin bis sie in die Beziehung einwilligt. Danach verlieren sie dann zunehmend das Interesse. Wenn dann die ersten Schwierigkeiten auftauchen, fehlt der Wille dazu, unterschiedliche Interessen auszugleichen, sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

Mit extremen Narzissten eine ausgewogene Partnerschaft zu führen, ist daher fast unmöglich. Alles muss sich immer nur um ihn drehen. Hinter dem grandiosen Auftreten steckt allerdings oft eine unsichere und verletzliche Persönlichkeit. In einer wirklichen Beziehung ist es kaum zu vermeiden, dass das verletzliche Innere für die Partnerin immer deutlicher zu Tage tritt. Eine enge Beziehung wird deshalb von ihm als Gefahr erlebt.

On-off-Beziehung mit einem Narzissten

Nach der ersten Verliebtheit, in der alles durch eine rosa-rote Brille gesehen wird, will der Narzisst verhindern, dass seine Schwächen von seiner Partnerin erkannt werden. Er fürchtet: „Familiarity breeds contempt“. Je mehr man jemanden kennt, desto geringer wird der Respekt. Deshalb wird der Narzisst sich in die Aura des Geheimnisvollen hüllen. Durch unvorhersehbares Verhalten zwingt er Andere dazu, sich mit ihm zu beschäftigen. Plötzliche, unerwartete Rückzuge und ebenso plötzliches Wiederauftauchen sind in einer On-off-Beziehung nichts ungewöhnliches.

Narzissten können zwar die Gefühle anderer oft sehr gut erkennen, aber sie können sich in ihr Gegenüber nicht tatsächlich einzufühlen. Ihr Mitgefühl ist praktisch ausgeschaltet.

Ein Narzisst braucht die Aufmerksamkeit anderer mehr als andere. Die Partnerin finden sich in der Rolle des Bewunderers. Die Fähigkeit, Kritik konstruktiv anzunehmen, ist Narzissten nicht gegeben.

Narzisstische Partnerschaft und Spätfolgen

Wer sich aus einer toxischen Beziehung mit einem extremen Narzissten befreien will, stellt sehr schnell fest, dass das alles andere als einfach ist. Oft treten Schuldgefühle nach der Trennung von einem Narzissten auf. Narzissten lieben das Drama und machen aus ihrem Leben eine große Bühne. Stürmische Zuwendung wechselt mit kalter Abweisung. Die Partnerin kann sich nie sicher fühlen.

Narzissten manipulieren ihre Partnerin, erzeugen einer Scheinwelt. Er sorgt dafür, dass sie sich auf ihre Intuition nicht mehr verlassen kann. Das alles hinterlässt Spuren der Verwüstung in ihrem Feinstoffkörper.

Schuldgefühle nach Trennung von einem Narzissten

Nach der Trennung von einem Narzissten tauchen oft Schuldgefühle auf. Das ist ziemlich verwirrend: Einerseit ist man sich bewusst, dass man froh sein kann, aus der erniedrigenden Situation entkommen zu sein. Andererseits kann da das Gefühl sein, dass man den Partner im Stich gelassen hat, ihm die Hilfe und Unterstützung entzogen zu haben.

Narzissten wird nachgesagt, dass sie keine Empathie haben. Das ist nicht ganz richtig. Sie haben oft ein sehr feines Gespür dafür, wie sie auf andere wirken und wie sie gewünschte Wirkungen erzeugen können. Ohne Empathie könnten sie also nicht so gut manipulieren, wie sie es immer wieder unter Beweis stellen. Aber die Empathie des Narzissten ist mehr eine verstandesmäßige. Wenn er jemanden verletzt, dann „sieht“ er die Wirkung, aber er spürt sie nicht in seinem Herzen.

Deshalb weiß er, wie er Schuldgefühle erzeugen kann und hat auch keine Hemmung, damit zu spielen. Wenn Sie sich nach einer Trennung von einem Narzissten schuldig fühlen, dann sprechen Sie mit anderen darüber: Beim Sprechen „denken Sie laut“: Sobald Sie aussprechen, was für verrückte Gedanken durch Ihr Gehirn wandern, ist es leichter zu erkennen, wie absurd sie sind.

Schuldgefühle sind in vielen Fällen ein Ausdruck dafür, dass seine Energie sich in Ihrem Feinstoffkörper festgesetzt hat. Und von diesem fremdem Bereich in Ihnen kommen diese unpassenden Gedanken und Gefühle von Beschämung, Erniedrigung, Verfehlung und schlechtem Gewissen. Er spricht also zu ihnen „von innen“. Er sitzt in ihrem Feinstoffkörper und kann Sie so von innen „fernsteuern“, wenn Sie es zulassen. Wenn Sie es schaffen, sich nicht mit ihren destruktiven Gedanken zu identifizieren, dann können Sie auch ohne Therapie von einem Narzissten loszukommen.

Narzissten sind sehr sensibel. Anderes als bei den meisten Hochsensiblen richtet sich ihre Empfindlichkeit nur auf ihre eigenen Schmerzen. Die Schmerzen von anderen erzeugen bei Narzissten kein Mitgefühl. Wenn sie Verletzungen bei anderen ausgelöst haben, dann werden sie nur nüchtern registriert. Und der Verstand beurteilt dann, wem das von Nutzen sein könnte.

Trauma nach Beziehung mit einem Narzissten

Stolz wie ein Hahn: Die eigene Grandiosität feiern Narzissten sind Weltmeister darin, andere in sich verliebt zu machen. Natürlicherweise würde auf die Phase der Verliebtheit eine Phase folgen, in der erste Auseinandersetzungen die eigenen Gewissheiten erschüttern. Wenn man die entstehenden Konflikte als Chance sieht, aus alten Mustern herauszukommen und neue gemeinsame Möglichkeiten zu entdecken, dann kann aus Verliebtheit Liebe werden. Ein Narzisst kann das nicht und verlangt von seiner Partnerin bedingungslose Anpassung. Wenn alle Manipulationsversuche („Du willst das doch auch!“) nicht mehr verfangen, dann verliert der Narzisst das Interesse oder er wird aggressiv.

Eine Beziehung mit einem Narzissten untergräbt das Selbstbewusstsein seiner Partnerin. Kommt es zu einer Trennung, dann wird diese Trennung als Trauma erlebt. Alles hat sich um ihn gedreht und plötzlich ist er weg: Das kann zu einem Zusammenbruch führen.

Narzissten nicht hinterherlaufen

Wenn man einem Narzissten hinterherläuft, dann fühlt er sich bestätigt. Er wird dadurch nicht im Gegenzug bei anderer Gelegenheit nachgeben, er wird nicht milde gestimmt. Wenn man ihm nicht hinterherläuft, kann es sein, dass er sich herausgefordert fühlt. Er könnte wieder sein Eroberungstalent einsetzen, um sich zu beweisen. Doch was ist damit gewonnen? Narzissten kämpfen um eine Frau, um sie zu erobern. Doch sobald das geschehen ist, erlischt das Interesse wieder. Das ganze Trauerspiel kann von vorne beginnen.

Wir allen wollen geliebt werden. Deshalb fällt es uns so schwer „Nein“ zu sagen. Wenn wir jemanden lieben, dann machen wir gern Kompromisse. Wir gehen mit ins Kino, obwohl uns der Film nicht anspricht. Einfach weil wir dem Partner eine Freude machen können. Das ist genau betrachtet eine Unwahrhaftigkeit. Wir sind bereits auf dem Weg, den Kontakt zu unserem Wesenskern zu schwächen. Der narzisstische Partner und seine Bedürfnisse werden immer wichtiger. Das eigene Authentisch-sein und die eigenen Wünsche werden immer unwichtigter. Deshalb ist es so wichtig, schon in der ersten Phase einer Beziehung keine Scheu vor Konflikten zu haben und die eigenen Wünsche genauso ernst zu nehmen wie die die Wüschen des Partners. Das menschliche Zusammenleben geht nicht ohne Kompromisse. Aber das muss von Anfang an geübt werden. Wenn keine Respekt da ist dann hilft Hinterherlaufen nichts. Es schadet nur.

Narzisst bricht Kontakt ab

Wenn ein Narzisst den Kontakt abbricht, sich zurückzieht, dann sollte seine Partnerin eigentlich froh sein. Das kann sie aber in der Regel nicht, weil sie mit tausend Fäden feinstofflich an ihn gebunden ist. („Ich vermisse den Narzissten.“) Sich aus diesem Spinnennetz zu befreien ist ein Prozess, der meist sehr langwierig und schmerzhaft ist. Durch eine Feinstofftherapie kann dieser Prozess sehr schnell und effektiv abgeschlossen werden.

Ist ein Narzisst nach einer Trennung glücklich?

Die Folge einer toxischen Beziehung zu einem Narzissten ist, dass die Partnerin in vielen Fällen auch nach der Trennung noch ihn und seine Gefühle in den Mittelpunkt stellt. Ob der Narzisst glücklich ist, ist für sie wichtiger als ihr eigenes Glück. Sie fühlt sich unglücklich, aber das ist nicht so wichtig wie die Frage, ob er glücklich ist. Wenn er unglücklich wäre, würde Sie erneut Hoffnung schöpfen, dass er zurückkommt oder das sie es irgendwie schaffen könnte, ihn zurückzugewinnen. Das ist eine Illusion, denn ein Narzisst leidet nicht unter seinem Narzissmus. Da kein Leidensdruck da ist, wird er sich nicht ändern. „Die anderen sind schuld, also müssen die sich ändern, ich doch nicht.“

Wie komme ich von einem Narzissten los?

Allein: Trennung von einem Narzisten Eine Frau, die von einem Narzissten loskommen will, sollte aus der Opferrolle herauskommen. Ein Narzisst hat keine Skrupel, anderen Menschen zu schaden. Durch Verständnis und Nachgiebigkeit fühlt er sich nur bestätigt. Deshalb ist eine vollständige räumliche Trennung in vielen Fällen eine Grundvoraussetzung, um von einem Narzissten loszukommen.

Rache nach Trennung

Besteht die Gefahr, dass der Narzisst gewalttätig wird, dann ist es wichtig, ihn nicht mehr allein zu treffen. Ist ein Treffen nach einer Trennung unvermeidlich, dann sollte es an einem öffentlichen Ort stattfinden, zum Beispiel in einem Kaffee. Und man sollte sich danach von einem Freund oder einer Freundin abholen lassen.

Neben körperlicher Gewalt besteht die Gefahr von psychischer Gewalt. Es kann sein, dass der Narzisst vor Rufmord und der Zerstörung anderer Beziehungen durch Lügen und Manipulationen nicht zurückschreckt. Selbst die berufliche Stellung und die Beziehungen zum Arbeitgeber können ein Angriffspunkt sein.

Wie löse ich mich von einem Narzissten?

Selbst wenn man es geschafft hat, dass die physische Trennung einigermaßen vollzogen ist: Die emotionale Bindung an einen Narzissten damit noch nicht gelöst. Heftige Emotionen wie Angst und Wut einerseits, Sehnsucht und trügerische Hoffnung andererseits lassen einen oft nicht zur Ruhe kommen.
Heftige Emotionen sind ein Zeichen für eine Unordnung im Feinstoffkörper. Es bestehen noch feinstoffliche Verbindungen. Man ist nicht ganz bei sich, oft fließt noch Energie zu dem Narzissten.

Warum tut die Trennung von einem Narzissten so weh?

Die Trennung von einem Narzissten ist deshalb so schmerzhaft, weil durch seine Lügen und Manipulationen die Frau den Kontakt zu Ihrem Selbst, zu Ihrer inneren Kraft- und Inspirations-Quelle verloren hat. Die Verletzungen im Feinstoffkörper können durch die Unterstützung der Selbstheilungskräfte in einer Feinstofftherapie wieder heilen. Und dadurch kommt frau wieder in Kontakt mit der Quelle eines natürlichen Selbstbewusstseins in ihr selbst.

Körperliche Folgen von Narzissmus

Durch den Energieraub fühlt frau sich erschöpft. Sie kann sich schlecht konzentrieren. Schlafstörungen kommen oft vor und verschärfen alle möglichen Symptome. Es ist deshalb wichtig, dass die Unordnung im Feinstoffkörper aufgelöst wird, damit die Lebensenergie wieder ungestört fließen kann. Lebensfreunde und ein Gefühl von Vertrauen und Geborgenheit kommen dann wieder zum Vorschein.

Nach Trennung: Narzisst meldet sich wieder

Wenn ein Narzisst sich wieder meldet besteht die Gefahr, dass frau sich wieder von ihm einfangen lässt. Kein Mensch hat nur negative Eigenschaften und Narzissten können sich von ihrer liebenswürdigsten Seite zeigen. In einer Feinstofftherapie kann erkannt werden, was einen an den Narzissten bindet. Bestimmte eigene Prägungen und unbewusste Wünsche, die überhaupt erst zu der Verliebtheit geführt haben, werden erfahren und können aufgelöst werden. Damit sind die Stellen, an denen der Narzisst feinstofflich andocken kann, nicht mehr vorhanden. Wo er vorher Illusionen erzeugen konnte, trifft er jetzt auf eine gewisse Abgeklärtheit und Gelassenheit.

Ich liebe einen Narzissten immer noch

Es kann sein, dass man ganz tiefe Liebe zu einem narzisstischen Menschen fühlt. Die liebende Frau würde alles für ihn tun. Sie sieht ihre Lebensaufgabe darin, ihm zu helfen, ihn zu retten. Die schwierige Aufgabe ist es in einer solchen Konstellation: Erkennen, was möglich ist und was nicht. Die Balance zwischen Selbstliebe und Liebe zu finden. Für die meisten ist es eine zu schwierige Aufgabe. Und man sollte nicht in die Falle gehen, sich selbst zu überfordern. Es ist ein Zeichen von Reife, wenn frau ihre eigenen Grenzen akzeptieren kann. Bereit sein, sich nicht selbst zu überhöhen, weil man es auf die Dauer vermutlich nicht durchhalten kann. Lieber vorher aussteigen, bevor es zu spät ist.

Es ist nicht Ziel einer Feinstofftherapie, sich die Liebe zu einem Menschen aus dem Herzen zu reißen, sondern wieder zu sich selbst zu kommen. Wenn man wieder in Kontakt ist mit dem eigenen Selbst, mit dem eigenen Wesenskern, dann ist ein Gefühl von Geborgenheit und Lebensfreude selbstverständlich da. Das ist das Ziel. Es kann sein, dass Frau einen Narzissten dann immer noch liebt. Aber sie wird sich nicht wieder in Gefahr begeben, sich selbst zu verlieren.

Narzisst und Co-Narzisstin

Es besteht die Gefahr, dass eine Co-Abhängigkeit entsteht. Der Narzisst fordert und setzt sich durch, die Ko-Narzisstin gibt nach. Er erniedrigt sie, und sie lässt es aus Liebe geschehen. Solange der Narzissmus nicht besonders stark ausgeprägt ist, könnte eine langfristige Beziehung gelingen. Allerdings nur, wenn die Ko-Narzisstin ihre Aufgabe in der Beziehung klar erkennt: Sie muss lernen, „Nein“ zu sagen, Grenzen zu setzen. Jede Herabsetzung und Demütigung schon im Ansatz zu erkennen und konsequent Augenhöhe und Respekt einzufordern. Das wird in den meisten Fällen nicht ohne Paartherapie oder Selbsthilfegruppe möglich sein.

Kurze Rückbesinnung auf den Anfang der Seite: Unsere Zeit hat narzisstische Züge. Und man kann die Menschen um uns herum besser kennenlernen, wenn man sie nicht verurteilt. Verständnis heißt nicht einverstanden sein. Sie wissen (vielleicht) nicht was sie tun. Aber wir wissen nicht, warum sie es tun. Menschen verhalten sich „unmöglich“.  Aber es wäre vermessen, zu glauben, man könnte sie von oben herab beurteilen. Wer weiß, was sie sich für dieses Leben vorgenommen haben? Was haben sie sich für dieses Leben an Herausforderung zugemutet? Und warum bin ich ihnen begegnet? Was soll ich daraus lernen? Demut und Bescheidenheit sind ein guter Schutz gegen eigene narzisstische Grandiositäts-Phantasien.

Nach toxischer Beziehung wieder auf die Beine kommen.

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Engpass konzentrierte Therapie

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