Verdrängtes Trauma verarbeiten

Verdrängtes Trauma verarbeiten

Mehr und mehr Menschen entwickeln ein Verständnis dafür, dass bestimmte Erlebnisse Spuren hinterlassen, die die eigene Lebensqualität negativ beeinflussen. Damit wächst das Interesse daran, wie man Trauma auflösen kann. Ein Trauma ist ein Erlebnis, das zu stark ist. Etwas in uns gibt auf: „Das ist zu viel für mich, macht mal alleine weiter. Ich bin nicht mehr dabei.“ Wenn etwas zu traurig, zu schrecklich oder zu angsteinflößend ist, dann wird es verdrängt. Vordergründig stört es dann nicht mehr. Kommt aber immer wieder zum Vorschein, wenn etwas an die ursprünglich traumatisierende Situation erinnert.

In Situationen, die für andere harmlos sind, fühlt sich jemand mit einem Trauma „getriggert“: Für andere unverständlich tauchen plötzlich sehr starke Emotionen wie Wut, Trauer, Eifersucht, Angst auf. Andere fragen sich dann: „Was hat er denn?“ Nur wer weiß, was der andere Traumatisches erlebt hat, kann nachvollziehen, was da gerade passiert. Aber es gibt auch Erlebnisse, die so lange zurückliegen, das sie nicht mehr erinnert werden. Trotzdem treten ähnliche Anzeichen auf wie bei einem Trauma, an das man sich sehr gut erinnern kann. Wie kann man ein verdrängtes Trauma verarbeiten?

Schon die Geburt kann traumatisch sein

Frühes Trauma Ein Beispiel für ein traumatisches Ereignis, an das man sich nicht erinnern kann, ist die eigene Geburt. Kaum jemand hat Erinnerungen an Erlebnisse vor dem zweiten Lebensjahr. Aber das heißt noch lange nicht, dass die Geburt und Erlebnisse als Baby keine Spuren hinterlassen haben. Viele Störungen wie Borderline oder Narzissmus haben ihre Ursache in den ersten Monaten des Lebens. Selbst im Mutterleib kann schon etwas passiert sein, was Auswirkungen bis ins Erwachsenenalter haben kann. Verläuft die Geburt schwierig, hat die Mutter extreme Angst, kann sich das auf das Baby übertragen.

Frühe Trennung von der Mutter kann ein verdrängtes Trauma sein

Wird ein Kind von seiner Mutter in den ersten Monaten seines Lebens getrennt, dann kann das ein verdrängtes Trauma sein. Zwar kann man sich nicht daran erinnern. Aber wenn man dann als Erwachsener eine Trennung von einem Partner erlebt, erlebt man das viel dramatischer als jemand, der kein frühkindliches Trennungstrauma erlebt hat. Der Kontakt zu nahen Bezugspersonen ist für ein kleines menschliches Wesen überlebenswichtig. Vermutlich ist es schon in unseren Genen angelegt. Durch Schreien macht das Baby auf sich aufmerksam. Umso grausamer ist die früher oft geübte Praxis, Babys einfach schreien zu lassen. „Es wird sich schon wieder beruhigen.“ Mitnichten, es wird ein verdrängtes oder unbewusstes Trauma!

Es gibt inzwischen das berühmte „Still Face Experiment“:

Das Video zeigt eindrücklich wie verstört das Baby auf das starre, unbewegliche Gesicht der Mutter reagiert. Es ist erst irritiert. Versucht verzweifelt die Aufmerksamkeit der Mutter auf sich zu ziehen. Bis es dann schließlich mit Panik reagiert.

Wenn die eigene Mutter während meiner ersten Lebensjahre depressiv war, dann kann das für mich schwerwiegende Folgen haben. Borderline (vorwiegend bei Frauen) und Narzissmus (vorwiegend bei Männern) haben ihre Ursachen vermutlich im ersten Lebensjahr. Vernachlässigung einerseits und Verwöhnung andererseits hinterlassen ihre Spuren im Feinstoffkörper. Da viele feinstofflichen Empfindungen im Körper erlebt werden und die Wahrnehmung des Feinstoffkörpers in unserer Kultur bisher nicht trainiert wurde, gehen viele Traumaforscher davon aus, dass es neben dem Gedächtnis im Gehirn auch noch ein körperliches Gedächtnis gibt. Erfahrene Physiologen und Körpertherapeuten können aus bestimmten Verspannungen und chronischen Anspannungen von Muskeln auf bestimmte Traumata schließen. Aus meiner Sicht ist das Primäre eine Blockade im Feinstoffkörper. Je länger diese anhält, desto mehr kann sie sich bis in den physischen Körper auswirken.

In jedem Fall sind die ersten Lebensjahre entscheidend für die Entwicklung des Urvertrauens. Früh wird so festgelegt, ob man die Welt als einen freundlichen Ort erleben kann. Einen Ort den es mit kindlicher Neugier zu entdecken gilt. Oder ob die Umwelt als feindlich und gefährlich erlebt wird, die Angst und Verstörung hervorruft.

EK online Therapie löst unbewusste Traumata auf

Die EK-online-Therapie konzentriert sich auf den Engpass im Feinstoffkörper, wo die Lebensenergie aktuell am stärksten blockiert ist. Deshalb muss ich nicht wissen, welches lang zurückliegende Ereignis die Ursache für ein verdrängtes Trauma ist. Der Verstand muss nicht wissen, wann was passiert ist, denn die aktuellen Emotionen weisen auf die feinstofflichen Blockaden hin.

Trauma macht einsam Wie der Schmerz bei einer physischen Verletzung uns zwingt, uns um die Wunde zu kümmern, so gibt es auf feinstoffliche Schmerzempfindungen.  Solche Empfindungen sind Trauma Symptome: Wenn ich Angst empfinde, die anderen übertrieben erscheint, weil aktuell keine Gefahr sichtbar ist, dann ist das ein Beispiel für eine feinstoffliche Schmerzempfindung. Wenn ich Eifersucht empfinde, obwohl ich vom Verstand her weiß, dass mein Partner mir treu ist, dann weißt das auf eine feinstoffliche Verletzung in der Vergangenheit hin. Jede Emotion, die unverhältnismäßig stark ist, entspricht einer Verletzung im Feinstoffkörper. Im Grunde signalisiert der Feinstoffkörper damit: „Kümmere Dich um diesen Engpass. Glaub ja nicht, dass das von allein weggeht. Ich werde Dich immer wieder daran erinnern, bis Du meine Verletzung ernst nimmst.“

Wenn man immer wieder in ähnliche missliche Situationen gerät, dann ist das ein Hinweis auf ein unbewusstes Trauma, auf eine verdrängte Verletzung im Feinstoffkörper. Wenn die Blockade im Feinstoffkörper aufgelöst wird, dann verschwinden die unverhältnismäßig starken Emotionen. Vor allem Männer wollen nicht über ihre psychischen Verletzungen reden. Über Gefühle reden fällt Frauen leichter. In der Feinstofftherapie muss man nicht über seine unverarbeiteten Erlebnisse in der Vergangenheit reden. Es reicht völlig aus, sich um das zu kümmern, was einen aktuell stört. Die EK-online-Therapie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Empfindungen, die aktuell spürbar sind. Die Selbstheilungskräfte sind unabhängig von jeder Therapie schon wirksam. Die Aufgabe des Therapeuten ist nicht zu heilen, sondern die Selbstheilungskräfte zu unterstützen.

Jede Störung im Feinstoffkörper sendet Signale aus. Es gilt diese Signale wahrzunehmen. Wahrnehmung von Signalen aus dem Feinstoffkörper ist ein sehr sanfte, aber trotzdem sehr effektive Unterstützung der Selbstheilungskräfte. Menschen, die eine Feinstofftherapie sehr bewusst miterleben, berichten, dass bestimmte Empfindungen im Körper sehr schnell wechseln.

Während ein körperlicher Schmerz in der Regel sehr lange anhält, gibt es bei feinstofflichen Schmerzempfindungen sehr schnell Veränderungen. Ein Schmerz wandert, war er vor kurzem noch in der Brust, ist er wenig später im Hals. Und eine Minute später ist eine Stelle am Kopf schmerzhaft erlebbar. Die schnellen Veränderungen sind die Folge von Ordnungsprozessen im Feinstoffkörper. Die feinstofflichen Selbstheilungskräfte sorgen dafür, dass Blockaden in den feinstofflichen Energiekanälen nacheinander aufgelöst werden. Dadurch wandert der Engpass: War zunächst eine Stille in der Brust die engste Stelle ist es wenig später eine im Bauch, oder im Hals. Diese Prozesse sind sehr individuell und nicht vorhersehbar. Wir können aber davon ausgehen, dass die feinstofflichen Selbstheilungskräfte sehr viel intelligenter sind als unser Verstand.

Loslassen ist keine Aufgabe für den Verstand, sondern für unser Herz

Das Erfreuliche bei der EK-online-Therapie ist, dass der Verstand entlasst wird. Er kann durchaus in seiner skeptischen Haltung verharren. Und beobachten was passiert, aber er wird nicht gefordert. Er muss nicht alles kontrollieren, alles im Griff behalten, was er sonst automatisch tut. So läst sich ein Trauma überwinden. Der Verstand kann staunend dabeistehen und miterleben, was da gerade im Heilungsprozess passiert. Das kann durchaus eine Herausforderung für ihn sein. Plötzlich ist er nicht mehr in der Rolle des nervösen Herrschers, der alles kontrollieren muss, damit keine Katastrophe passiert. Unerwarteter Weise findet er sich in der Rolle des kleinen Jungen wieder, den man an die Hand nimmt und dem gesagt wird: „Misch dich da nicht ein, ich erkläre Dir das später.“

Einen Schritt zurücktreten, um ein verdrängtes Trauma besser sehen zu können Der Verstand kann nur begreifen, was er schon kennt. Passiert etwas, was er sich nicht erklären kann, dann verdrängt er es. Erst wenn er etwas mehrmals erlebt hat, dann gewöhnt er sich daran. Mag es ihm anfangs auch noch so verrückt erschienen sein, so normal erscheint es ihm, wenn er es öfter erlebt hat. Loslassen ist der Schlüssel für alle Selbstheilungsprozesse. Es erfordert nichts als dass der Verstand aus der Rolle des Kontrolleurs in die Rolle des Beobachters schlüpft. Je mehr wir uns mit unserem Verstand identifizieren, des schwerer fällt uns das. Aber in der therapeutischen Situation, in der man ja die Verantwortung an den Therapeuten teilweise delegiert hat, ist es leicht.

Unbewusst halten wir an vielem fest, was uns nicht nutzt, ja sogar schadet. Mancher Glaubenssatz ist durch Mutter, Vater, Lehrer oder die Peer-group zu uns gekommen und führt jetzt unbemerkt in uns ein Eigenleben. Loslassen kann man nicht machen, es ist ein Prozess. Gewohnheiten sind Verhärtungen im Feinstoffkörper, die man meist nicht radikal und mit Willenskraft auflösen kann. Es gehört eine gute Portion Demut dazu, den Selbstheilungskräften den Raum zu geben, den sie brauchen, um ihre volle Kraft und Wirksamkeit zu entfalten. Aber mit jedem Mal, bei dem man den Selbstheilungskräften Raum zur Entfaltung gegeben hat – und man miterlebt hat, wie segensreich das war – wird es leichter loszulassen.

Gutgemeinte Ratschläge wie „Lass doch mal los“ verhallen meist, weil der Verstand damit nichts anfangen kann. Wenn man Glück hat, erreicht der Appell das Herz. Man erinnert sich vielleicht daran, dass einen Schritt zurücktreten schon mal geholfen hat, ein Objekt klarer zu sehen. Aus meiner Erfahrung kann ich berichten, dass in der Feinstofftherapie das Loslassen sehr leicht geht. Eine Feinstofftherapie ist kein kognitiver Prozess, aber sie ist deshalb nicht irrational. Die Feinstofftherapie berücksichtigt, wie die Energie im Feinstoffkörper fließt – oder blockiert ist. Für jede Blockade gibt es Gründe. Aber es ist nicht die Aufgabe des Verstandes, die Auflösung der Blockaden wie ein Dirigent zu orchestrieren. Je weniger der Verstand sich einmischt, desto besser.

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Engpass konzentrierte Therapie

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